Geschichte & Tradition
Die Geschichte
von Grindelwald.
Wo heute Gäste aus aller Welt die imposante Bergwelt geniessen, lag einst ein abgeschiedenes Bergbauerndorf.
1404
Ein Tal mit langer Tradition
1890
Die Berner Oberland-Bahn erreicht das Tal
1892
Grossbrand im Dorf
1912
Die Jungfraubahn erreicht das Jungfraujoch
Überblick
Vom Bergbauerndorf zur weltbekannten Alpendestination
Grindelwald hat sich über Jahrhunderte verändert – seine besondere Verbindung zu Eiger, Mönch und Jungfrau ist jedoch geblieben.

1404
Ein Tal mit langer Tradition
Die Geschichte Grindelwalds reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter wurde das Tal landwirtschaftlich genutzt. Die Menschen lebten von Viehzucht, Alpwirtschaft und der Bewirtschaftung der steilen Bergwiesen.
Bis heute prägen die traditionellen sieben Bergschaften die Geschichte und Landschaft Grindelwalds. Sie regelten gemeinsam die Nutzung von Alpen, Wäldern und Weiden und sind ein wichtiger Teil der besonderen Identität des Tales.
18. & 19. Jahrhundert
Das goldene Zeitalter des Alpinismus
Im 18. und 19. Jahrhundert entdeckten Reisende und Bergsteiger die Schweizer Alpen. Auch Grindelwald wurde zunehmend zum Ziel internationaler Gäste.
Die beeindruckende Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau machte das Tal zu einem besonderen Anziehungspunkt. Englische Alpinisten gehörten zu den ersten internationalen Besuchern, die Grindelwald als Ausgangspunkt für Bergtouren nutzten.
Aus Bauern wurden Bergführer, aus einfachen Gasthäusern entstanden Hotels – und langsam begann der Tourismus, das Tal zu verändern.


1890
Die Eisenbahn kommt
Ein entscheidender Moment für Grindelwald war die Eröffnung der Berner Oberland-Bahn im Jahr 1890.
Plötzlich war das Bergdorf deutlich einfacher erreichbar. Immer mehr Reisende kamen ins Tal, und Grindelwald entwickelte sich zu einem internationalen Ferienort.
Nur wenige Jahre später begann ein weiteres spektakuläres Projekt: die Jungfraubahn. 1912 erreichte sie das Jungfraujoch – damals eine technische Sensation und bis heute eine der bekanntesten Bergbahnen der Welt.
18. August 1892
Ein Dorf wird von den Flammen getroffen
Nicht jede Entwicklung verlief ruhig. Am 18. August 1892 brach im Dorf ein Grossbrand aus. Starker Föhn trieb die Flammen an und innerhalb kurzer Zeit wurden mehr als hundert Gebäude zerstört.
Der Brand veränderte das Ortsbild nachhaltig. Grindelwald wurde wieder aufgebaut und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten immer stärker zu dem Ferienort, den wir heute kennen.


Eigernordwand
Der Eiger macht Grindelwald weltberühmt
Der Eiger gehört untrennbar zu Grindelwald. Besonders die legendäre Eigernordwand zog Bergsteiger aus aller Welt an.
Die dramatischen Besteigungsversuche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts machten die Wand international berühmt. Grindelwald wurde zu einem wichtigen Ausgangspunkt für Alpinisten und zu einem Symbol für Abenteuer, Mut und die Faszination der Berge.
Wintersport
Vom Sommerferienort zum Winterparadies
Lange war Grindelwald vor allem ein Ziel für Sommergäste und Bergsteiger. Mit der Entwicklung des Wintersports begann jedoch eine neue Ära.
Skifahren, Schlitteln und Winterwandern machten Grindelwald auch in der kalten Jahreszeit attraktiv. Bergbahnen erschlossen immer neue Höhen und ermöglichten es Gästen, die alpine Landschaft auf ganz unterschiedliche Weise zu erleben.
Heute ist Grindelwald eine Ganzjahresdestination – und verbindet Tourismus, Bergsport und traditionelle Landwirtschaft wie kaum ein anderer Ort im Berner Oberland.

Grindelwald heute
Tradition trifft auf die Welt
Grindelwald ist heute ein international bekannter Ferienort. Menschen aus aller Welt kommen hierher, um die Berge zu erleben, Sport zu treiben, Ruhe zu finden oder einfach die einzigartige Landschaft zu geniessen.
Und trotzdem ist vieles geblieben: die Alpweiden, die Bergschaften, die Landwirtschaft und vor allem die Berge, die seit Jahrhunderten über dem Tal thronen.
